FAQ und Fachartikel - zum Überblick
Häufig gestellte Fragen zu biologischer Zahnmedizin, Funktionsdiagnostik und Implantologie
Funktionsdiagnostik
Wird die Behandlung einer CMD/Kiefergelenksproblematik von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt?
Nein, sogenannte funktionsdiagnostische Leistungen werden nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.
Ist ein Problem mit den Kiefergelenken bzw. CMD häufig?
Ca. 10-12% der Bevölkerung haben ein behandlungsbedürftiges Problem mit dem Kiefergelenk. Laut der „SHIP-Studie“ der Universität Greifswald haben 33% der Bevölkerung ein Kiefergelenksproblem. Von diesen 33% sind wiederum 33% sofort behandlungsbedürftig. Die damit verbundenen Behandlungskosten würden die gesetzliche Krankenversicherung sprengen.
Was unterscheidet eine „Kassenschiene“ von einer „privaten Schiene“?
Bei einer Aufbißschiene die die gesetzliche Krankenkasse bezahlt sieht die gesetzliche Krankenversicherung keine Untersuchung bzw. Diagnostik vor, da funktionstherapeutische Leistungen nicht Gegenstand des Leistungskataloges der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) sind. Solchen Schienen schützen bestenfalls die Zahnkauflächen vor übermäßiger Abnutzung durch Pressen und Knirschen. Schienen die mit einer Diagnostik im Vorfeld hergestellt werden haben gänzlich andere Wirkweisen, da sie gezielt in das System Aufbiß-Muskulatur-Kiefergelenk-Atmung-Kopf-Körperhalteapparat eingreifen. So kann gezielt patientenindividuell der Unterkiefer in seiner Lage verändert werden und die Problematik zielgerichtet gelöst werden. Weiterhin kann in der Folge der Behandlung die eigentliche Ursache für die Kiefergelenksproblematik herausgearbeitet werden und im Anschluß behandelt werden. Kiefergelenksproblematiken sind nicht die Ursache, sondern in dem meisten Fällen eine Folge eines anderen Problems in dem Bereich des Aufbisses, der Verzahnung oder der Kieferstellung.
Was ist funktionelle Zahnmedizin?
Die funktionelle Zahnmedizin beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Zähnen, Kaumuskulatur, Kiefergelenken und Körperhaltung. Bereits kleine Fehlkontakte der Zähne können Beschwerden wie Kiefergelenkschmerzen, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Nackenschmerzen verursachen. Durch eine präzise Analyse der Kaufunktion können Störungen erkannt und gezielt behandelt werden.
Was passiert bei einer Untersuchung der Kiefergelenke?
Die funktionsdiagnostische Untersuchung gliedert sich in mehrere Schritte auf. Zu Behandlungsbeginn erfolgt eine ausführliche Anamnese, also das Erfragen der Probleme des Patienten und seiner Vorbehandlungen. Im Anschluß wird die manuelle Funktionsanalyse durchgeführt bei der die Muskulatur im Kopf-Hals-Schulterbereich untersucht wird. Im Anschluß wird die Bewegung des Unterkiefers mittels der instrumentellen Funktionsdiagnostik aufgezeichnet. Zusätzlich werden Modelle des Ober- und Unterkiefers erstellt und ein digitaler Klon der jetzigen Situation erzeugt. Oftmals wird auch eine DVT- Röntgenaufnahme des Schädels und der Kiefergelenke benötigt um ein komplettes Bild erstellen zu können.Mit dem Eingliedern des individuellen Aufbißbehelfs wird die Körperstatik elektronisch vermessen.
Was ist das Ziel einer Therapie mit einem Aufbißbehelf?
Das Ziel einer Behandlung mit einem Aufbißbehelf ist zu aller erst Schmerz- bzw. Beschwerdefreiheit herzustellen und dauerhaft zu etablieren. Im zweiten Schritt wird die eigentliche Ursache der Beschwerden ermittelt um diese dann gezielt behandeln zu können.
Können Aufbißbehelfe die körperliche Leistungsfähigkeit steigern?
Ja! Da bei einer Behandlung der Kiefergelenke bzw. des Aufbisses der gesamte Körper mitbehandelt wird, wird das System in ein muskuläres Gleichgewicht überführt. Kompensatorische Muskelbeanspruchungen werden minimiert, überbeanspruchte Muskelgruppen werden entlastet und der Kraftfluß (Kraftvektor der Gesamtmuskulatur) kann sein Maximum erreichen. Selbst austrainierte Spitzensportler können so ca. 2-3% mehr Leistung erreichen.
Kann ein Tinnitus durch ein Problem mit dem Kiefergelenk verursacht sein?
Ja, in vielen Fällen läßt sich der Tinnitus durch die Behandlung der Kiefergelenke vermindern oder sogar beseitigen.
Kann ein Beckenschiefstand durch die Kiefergelenke bzw. den Aufbiß verursacht sein?
Ja, die Position des Unterkiefers beeinflußt durch die muskuläre Aufhängung die gesamte Körperstatik.
Können Beinlängenunterschiede durch Kiefergelenksfehlstellungen bzw. einen falschen Biß verursacht sein?
Ja, die Position des Unterkiefers beeinflußt gesamte Körperstatik.
Beeinflußt die Zahnstellung bis Kieferstellung die Kopfhaltung?
Ja, die Kopfhaltung wird durch Spannung der Muskelzüge die den Unterkiefer halten und bewegen beeinflußt.
Wann ist eine Funktionsdiagnostik sinnvoll?
Eine Funktionsdiagnostik empfiehlt sich bei Kiefergelenkbeschwerden, Knacken oder Schmerzen im Kiefer, Zähneknirschen, Verspannungen im Kopf-, Nacken- oder Schulterbereich sowie bei wiederkehrenden Kopfschmerzen. Auch vor umfangreichen Zahnbehandlungen, Zahnersatz oder Implantaten kann eine Funktionsanalyse sinnvoll sein, um eine langfristig stabile und harmonische Bisssituation zu schaffen.
Biologische Zahnmedizin
Was ist biologische Zahnmedizin?
Bei der biologischen Zahnmedizin wird der Patient ganz/ganzheitlich gesehen, es werden also nicht nur aufgetretene Defekte „repariert“. Sehr viele systemische Erkrankungen haben ihren Ursprung in der Mundhöhle. Mittels umfangreicher Untersuchungen wird überprüft, ob bzw. inwiefern ein Zusammenhang zwischen den Problemen des Patienten und seiner Mundhöhle bestehen.
Was ist das Ziel der biologischen Zahnmedizin?
Ziel der biologischen Zahnmedizin ist es den Körper und das Immunsystem des Patienten wieder zu regenerieren um wieder ein besseres Lebensgefühl und eine höhere Leistungsfähig zu erreichen. Entzündungen, insbesondere stille chronische Entzündungen, belasten den Organismus langfristig extrem und führen oftmals an anderen Körperbereichen zu Problemen. Dies wird schon seit Jahrhunderten im Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gelehrt. Die Beseitigung dieser Entzündungsherde ist das Ziel der biologischen Zahnmedizin
Beeinflussen unterschiedliche Metalle um Mund den Körper?
Ja, unterschiedliche Metalle im Mundraum beeinflussen den Körper enorm. Bei der Kombination von edlen (z.B. Gold) und unedlen Metallen (z.B. Titan) könnt es durch den salzhaltigen Speichel zur Bildung einer Batterie. Es entsteht ein sog. Galvanisches Element.
Beeinflussen Metallkronen das Zahnfleisch?
Ja, durch die Lage im Mund und dem damit verbundenen Speichelfluß kann es zu der Bildung von Metallionen kommen die sich negativ auf das Zahnfleisch ausüben und zu chronischen Entzündungen bzw. Zahnfleischrückgang führen.
Longevity
Was hat Longevity mit Zähnen zu tun?
Das System Mundhöhle ist das Einfallstor für Bakterien aller Art. Sie führen z.B. zu Parodontose die wiederum Herzerkrankungen auslösen können. So wurden im Frühjahr 2026 erstmals Erregerkeime für Parodontose in Brustkrebsgewebe gefunden. Weiterhin haben wir die Wirkung von unterschiedlichen Metallen im Mund. Diese können durch den Speichel eine Batteriewirkung haben. Weiterhin wird durch eine Fehlstellung des Unterkiefers die Atmung erschwert. Und dies sind nur einige Beispiele für den Zusammenhang des Systems Mundhöhle auf den gesamten Organismus. Hierzu kommen stille chronische dauerhafte Entzündungen z.B. durch wurzelkanalbehandelte Zähne.
Gibt es Möglichkeiten das System auf Longevity hin zu untersuchen?
Ja. So stellt die Erstellung eines Immun-Entzündungs-Essays in Verbindung mit einer 3D Röntgenuntersuchung (DVT) einen ersten Baustein in Richtung Longevity dar. Weiterhin kann mittels Funktionsdiagnostischer Untersuchungen der Körper „mechanisch“ wieder „ins Lot“ gebracht werden. Die Sauerstoffaufnahme wird hierdurch verändert und das System wird stressresistenter.
Keramische Implantate
Welche Vorteile haben keramische Implantat gegenüber Titanimplantaten
Keramische Implantate sind biokompatibel. Da es immunologisch neutral ist werden keinerlei Entzündungen ausgelöst. Für den Organismus ist ein keramisches Implantat wie ein eigener natürlicher Zahn. Weiterhin sind die Implantate von SDS Swiss Dental Solutions mit dem Siegel „Clean Implant“ versehen.Titanimplantate lösen im Körper immer eine dauerhafte Entzündungsreaktion aus, es entsteht also eine leichte chronische Entzündung die durch die Titanpartikel hervorgerufen wird. Weiterhin kommt des auf der Titanoberfläche durch die Umgebung in der Mundhöhle zu Veränderungen z.B. Oxidation. Durch die mechanische Beanspruchung beim Kauen wegen bei Titanimplantaten kleines Titanpartikel abgerieben die in den Blutkreislauf und damit in den Körper gelangen. Diese Titanpartikel können sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden.
Sind keramische Implantate weniger stabil bzw. bruchempfindlicher als Titanimplanate?
Die keramischen Implantate des Herstellers SDS Swiss Dental Solutions, die wir in der Praxis einsetzen, haben eine ca. 30% höhere Biegefestigkeit als Titanimplantate. Sie sind also 30% stabiler.
Wie verhält es sich mit der Ästhetik von Implantaten?
Durch die helle Farbe von SDS Swiss Dental Solution Keramik-Implantaten sind störende graue Ränder am Zahnfleischsaum oder ein graues Durchschimmern wie bei Titanimplantaten ausgeschlossen.
Sind keramische Implantate gesünder?
Der Einsatz von Metallen in der Mundhöhle kann den gesamten Organismus negativ beeinflussen. Da Keramik ein körperfreundlicher bzw. neutraler Werkstoff ist, sind die Keramik-Implantate von SDS Swiss Dental Solutions ausgezeichnet verträglich und immunologisch neutral.
Gibt es Spalträume in denen sich Bakterien unterhalb des Zahnfleisches einsiedeln können bei Keramikimplantaten?
Bei den SDS Keramikimplantaten gibt es keine Spalträume unterhalb des Zahnfleischsaumes da es ein einteiliges Implantat ist und die Krone auf Zahnfleischniveau bzw. minimal oberhalb auf dem Implantat sitzt. So kann sich das Zahnfleisch ästhetisch perfekt an das Implantat bzw. die Implantatoberfläche anlegen
Knochenkavitäten/NICO´s/FDOK´s
Was sind Knochenkavitäten/NICO´s/FDOK´s
Knochenkavitäten sind Knochenbereiche die nach Zahnentfernung nicht richtig verheilt sind. An der Stellen, an der der Zahn saß, hat sich kein gesunder Knochen gebildet. Dies kann mehrere Ursachen haben. Zum einen können Reste entzündlichen Gewebes verblieben sein, die die Knochenneubildung verhindern. Eine andere Ursache kann das Fehlen von Blut in der Wunde sein. Ursache hierfür kann ein zu kräftiges Ausspülen des Mundes sein, so daß der Blutverschluß der Wunde mit ausgespült wird. Ohne Blut keine Knochenbildung.
Wie werden Knochenkavitäten/Nico´s/FDOK´S entfernt?
Bei der Entfernung von Knochenkavitäten/Nico´s/FDOK´s wird der Bereich des Knochens eröffnet und mit sog. piezochirurgischen Instrumenten gereinigt. Im Anschluß wird der Knochendefekt mit Ozon gespült. Abschließend werden körpereigen Wachstumsfaktoren (PRP/PRF) in den Knochendefekt eingelegt und die Wunde wieder verschlossen.
Beeinflussen Knochenkavitäten/NICO´s/FDOK´s das körperliche Wohlbefinden?
Knochenkavitäten/NICO´s/FDOK´s sind stille chronische Entzündungen die je nach Lage, d.h. Zahnzuordnung im Meridiansystem, unterschiedlichste Probleme verursachen können.
